In publica commoda

Presseinformation: Göttinger Studierende erarbeiten Ausstellung für das Landesmuseum Hannover

Nr. 106 - 18.05.2018

„Romantische Blicke“ zeigt bisher kaum bekannte Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert

(pug) Göttinger Studierende haben im Landesmuseum Hannover bisher kaum bekannte Zeichnungen berühmter Künstler aus dem 19. Jahrhundert untersucht und wissenschaftlich bearbeitet. Entstanden ist die Ausstellung „Romantische Blicke“ mit Werken von Ludwig Richter, Moritz von Schwind, Adolph von Menzel und weiteren zeitgenössischen Malern. Viele der Blätter waren bislang nicht publiziert oder nur einem kleinen Fachpublikum bekannt. „Romantische Blicke“ ist noch bis zum 24. Juni 2018 zu sehen.

„Was für ein Schatz an weitgehend unbekannten Zeichnungen das Landesmuseum beherbergt, war vor dem ersten Besuch des Kupferstichkabinetts im Rahmen eines Seminars keinem der Beteiligten bewusst“, erzählt Dr. Christine Hübner vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Göttingen, die das Projekt zusammen mit dem Göttinger Kunstgeschichtler Prof. Dr. Michael Thimann und mit Dr. Antje-Fee Köllermann aus Hannover betreut hat. Über mehrere Semester haben 13 Studierende die Werke vor Ort gesichtet und erfasst, das Konzept der Ausstellung erarbeitet, eine Werkauswahl erstellt und die ausgewählten Objekte wissenschaftlich bearbeitet. Bei den oft unpublizierten Blättern mussten sie häufig Grundlagenforschung wie Provenienzrecherche leisten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im begleitenden Katalogbuch. „Die Ausstellung zeigt, dass viele Künstler des 19. Jahrhunderts sich von der akademischen Ausbildungsroutine lösten und nach ganz eigenen Wegen als Zeichner suchten“, so Hübner.

Die praxisnahe Ausbildung und der Umgang mit originalen Kunstwerken sind besondere Merkmale der kunsthistorischen Ausbildung in Göttingen. Im Masterstudiengang „Kunstgeschichte mit Schwerpunkt ‚Kuratorische Studien‘“ werden Studierende an der Universitätskunstsammlung für die Arbeit mit Zeichnungen und Grafik professionell ausgebildet. Die Ausstellung wurde gefördert durch die Kunstfreunde Hannover e.V., die Tavolozza Foundation und die Wolfgang Ratjen Stiftung in Liechtenstein. Öffnungszeiten sind Dienstag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 18 Uhr.

Kontaktadresse:
Dr. Christine Hübner
Georg-August-Universität Göttingen
Philosophische Fakultät – Seminar für Kunstgeschichte
Nikolausberger Weg 15, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-5090
E-Mail: christine.huebner@phil.uni-goettingen.de
Internet: www.uni-goettingen.de/de/428747.html