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Hohe Standards und attraktives Umfeld für Forschung und Lehre

Die Universität Göttingen ist eine forschungsstarke Universität mit hohen Standards in Forschung und Lehre und hoher internationaler Reputation. Um diesen Status zu sichern und langfristig auszubauen, setzt sie gemeinsam mit ihren Partnern am Göttingen Campus auf Innovation und Profilschärfung, Nachwuchsförderung, Chancengleichheit und Diversität sowie den Ausbau der Forschungs- und Informationsinfrastruktur.

Mit einem attraktiven Umfeld für Forschung und Lehre werden hervorragende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem In- und Ausland für den Standort Göttingen gewonnen. Dazu gehört die interdisziplinäre Forschung zu innovativen Themenfeldern ebenso wie die optimale Förderung des eigenen Nachwuchses, um exzellente junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu halten oder diese als Botschafter für unsere Universität in die Welt zu senden. Mit einer wissenschaftsorientierten Verwaltung, Beratung und Service sowie vereinbarkeitsorientierte Studien- und Arbeitsbedingungen schafft die Universität für ihre Forschenden und Lehrenden den nötigen Freiraum für kreatives Arbeiten. Außerdem stellt sie am Göttingen Campus die notwendige Forschungs- und Informationsinfrastruktur bereit, um langfristig wissenschaftliche Spitzenleistungen zu ermöglichen.

Die Universität Göttingen verfolgt mit ihren Partnern am Göttingen Campus den Ansatz forschungsorientierter Lehre. Sie hat den Anspruch, den Studierenden ein breites Methodenwissen zu vermitteln und ihr analytisches Denkvermögen zu fördern sowie ihnen Freiraum für Kreativität zu geben. Außerdem fördert sie die Mobilität von Studierenden und forciert die Internationalisierung aller Curricula.

Strategische Entwicklung seit 2007


Die universitäre Strategie wird seit 2007 in enger Zusammenarbeit mit den Partnern am Göttingen Campus kontinuierlich weiterentwickelt. Die wichtigsten Maßnahmen sind das Lichtenberg-Kolleg als "Institute for Advanced Studies" für geisteswissenschaftliche Forschung, eine institutionalisierte Internationalisierungsstrategie und Maßnahmen, um kluge Köpfe zu gewinnen und zu halten. Die Universität hat sehr erfolgreich Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler nach Göttingen holen können, indem sie ihnen Positionen für eigenständige Forschung und Lehre angeboten hat – sei es als Free Floater oder als Nachwuchsgruppenleiterin oder -leiter in einem der Courant Forschungszentren. Viele dieser Forschenden wurden inzwischen auf dauerhafte Professuren berufen. Auch die in der Exzellenzinitiative geförderte Göttinger Graduiertenschule für Neurowissenschaften, Biophysik und Molekulare Biowissenschaften (GGNB) und der Exzellenzcluster "Mikroskopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns (CNMPB)" haben positiv zur strategischen Entwicklung beigetragen. Diese erfolgreichen Maßnahmen und Forschungsfelder fließen in die weiteren Planungen mit ein.

Im Jahr 2011 kamen zwei strategische Maßnahmen hinzu: Erstens entwickelte die Universität Göttingen eine Strategie, ihre zahlreichen akademischen Sammlungen noch besser in Forschung und Lehre und für den Wissenstransfer in die Öffentlichkeit zu nutzen. Die als Dach neu geschaffene Zentrale Kustodie arbeitet eng mit der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen zusammen. Zweitens wurde ein Konzept für e(nhanced)Research und eine Open Access-Strategie entwickelt, die in der Gründung der Göttingen eResearch Alliance (eRA) mündeten. Die eRA und die beteiligten Institutionen unterstützen bei allen Aspekten des Datenmanagements und des Veröffentlichens am Göttingen Campus.

Seit Januar 2019 wird der Exzellenzcluster „Multiscale Bioimaging: von molekularen Maschinen zu Netzwerken erregbarer Zellen“ im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder gefördert. Der Cluster hat das Ziel, die strukturellen und die sich daraus ergebenden funktionellen Eigenschaften erregbarer Zellen in Herz und Hirn über mehrere Längenskalen hinweg zu verstehen. Um krankheitsrelevante nanoskalige Funktionseinheiten in Herz- und Nervenzellen zu entschlüsseln, sollen innovative bildgebende analytische Methoden entwickelt und angewandt werden. Mit den gewonnenen Erkenntnissen sollen neuartige diagnostische und therapeutische Ansätze für Erkrankungen von Herz und Hirn ermöglicht werden. Sprecher sind der Neurowissenschaftler Prof. Dr. Tobias Moser von der Universitätsmedizin Göttingen, die Chemikerin Prof. Dr. Claudia Steinem von der Universität Göttingen und der Molekularbiologe Prof. Dr. Patrick Cramer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie.

Ein integratives campusweites Konzept für Graduiertenschulen sichert die Ausbildung von Doktorandinnen und Doktoranden auf einheitlich hohem Niveau. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung von Nachwuchsforschenden, insbesondere in der Postdoc-Phase. Die Universität Göttingen ist Gründungsmitglied des SüdniedersachsenInnovationsCampus (SNIC) für den Wissens- und Technologietransfer in der Region und plant, das Forum Wissen für den Wissens- und Innovationstransfer in die Gesellschaft zu eröffnen. Darüber hinaus fördert die Universitätsleitung und -administration Querschnittsaufgaben wie Qualitätssicherung, Gleichstellung und Diversitätsmanagement, Internationalisierung in Forschung und Lehre und Wissenschaftskommunikation.