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In der Forschung wie auch in der Nachwuchsförderung setzt die Universität Göttingen auf ein in den vergangenen 20 Jahren kontinuierlich ausgebautes Netzwerk mit den außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Göttingen. Dazu zählen die Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, das Deutsche Primatenzentrum, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die fünf Max-Planck-Institute für biophysikalische Chemie, Dynamik und Selbstorganisation, experimentelle Medizin, für Sonnensystemforschung sowie zur Erforschung multireligiöser und multiethnischer Gesellschaften mit zusammen mehr als 20 Abteilungen, das Laserlaboratorium und in etwas größerer Entfernung die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel.
Diese Partner am Ort bilden einen in dieser Breite und Tiefe in der Bundesrepublik wohl einmaligen Kooperationsverbund äußerst lebendiger und erfolgreicher Forschungs- und Lehraktivitäten. Zu den bereits lange bewährten Elementen zählen gemeinsame Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs, gemeinsame Berufungen (zur Zeit drei Professuren mit den Max-Planck-Instituten, sieben mit dem Deutschen Primatenzentrum und eine mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt) und gemeinsam betriebene Infrastruktureinrichtungen. In jüngerer Zeit sind aus diesen Kooperationen in den Natur- und Lebenswissenschaften das DFG-Forschungszentrum Molekularphysiologie des Gehirns (2002), das vom BMBF geförderte Bernstein Center für Computational Neuroscience (2005), das Exzellenzcluster Microscopy at the Nanometer Range (2006) und das Göttingen Proteomics Forum (2010) hervorgegangen. Das European Neuroscience Institute (ENI) verwirklicht eine neue, über Göttingen hinaus im europäischen Raum und international vernetzte Förderung von Nachwuchswissenschaftlern. In den internationalen Master/Ph.D. -Studiengängen Molekularbiologie und Neurowissenschaften, die gleichzeitig International Max Planck Research School sind, sind die außeruniversitären den universitären Wissenschaftlern in der Lehre und bei den Prüfungen gleichgestellt. Als Beispiele für erfolgreiche gemeinsame Infrastruktureinrichtungen seien darüber hinaus die Gesellschaft für Wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) und ein gemeinsam getragenes Hochhygiene-Tierhaus genannt. Die mit den außeruniversitären Einrichtungen gemeinsam entwickelten Forschungsschwerpunkte in den Neuro- und Biowissenschaften bestimmen mit ihrer Ausstrahlung in die Lehre und die Nachwuchsförderung heute das Profil der Universität.