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Universität Göttingen

Kontakt:
Präsident der Universität
Prof. Dr. Kurt von Figura
Wilhelmsplatz 1
37073 Göttingen
Tel. +49 (0)551/ 39-4311
Fax +49 (0)551/ 39-4135
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Zukunftskonzept (FL3)

Göttingen Research Council (GRC)


Zentrales Organ für die Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Göttingen ist der 2006 eingerichtete Göttingen Research Council (GRC). Der GRC besteht aus sieben Mitgliedern der außeruniversitären Forschungseinrichtungen (je eines pro Einrichtung) und aus sieben Mitgliedern, die die Universität vertreten, nämlich dem Präsidenten, der den Vorsitz hat, dem Vizepräsidenten für Forschung, dem Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin, einem Vertreter des Stiftungsrats der Universität, sowie drei vom Senat gewählten Vertretern für die Fächergruppen Geisteswissenschaften, Gesellschaftswissenschaften sowie Natur- und Lebenswissenschaften.
Zu den Aufgaben des GRC gehört die Identifizierung von Forschungsschwerpunkten, die sich für eine standortbezogene gemeinsame Entwicklung eignen, die Schaffung von Rahmenbedingungen, die ein Zusammenwachsen in der Forschung, in der Lehre und bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses fördern, sowie die Einbindung der außeruniversitären Forschungseinrichtungen in das Qualitätsmanagement der Universität. Letzteres wird dadurch erreicht, dass der GRC die Mitglieder des Forschungsausschusses der Universität wählt und ein Mitglied des GRC dessen Vorsitz hat. Die Empfehlungen des GRC gehen an die Leitungsgremien der Universität (Präsidium, Vorstand der Universitätsmedizin, Senat) und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Die Abbildung 1 gibt eine Übersicht über die Funktionen des GRC bei der Beratung der Leitungsgremien der Universität und der außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Göttingen, bei der Wahl des Forschungsausschusses der Universität und bei Entscheidungen im Rahmen der institutionellen Strategie .


Göttingen Research  Council

Fig. 1: Zusammensetzung und Aufgaben des GRC

Der GRC hat seit seiner Gründung im Dezember 2006 folgende strukturelle Änderungen initiiert:

  • das Angebot der Universität, die als Leiter von Einrichtungen in außeruniversitären Forschungseinrichtungen berufenen Wissenschaftler auf Honorar- oder außerplanmäßige Professuren zu bestellen. Ihr Lehrdeputat von zwei Semesterwochenstunden in grund- und weiterführenden Studiengängen substituiert anteilig Lehrdeputate universitärer Dozenten und verbessert deren Forschungs- und Kooperationsmöglichkeiten. Dieses Angebot betrifft eine Gruppe von derzeit 31 Wissenschaftlern, die bereits jetzt mehrheitlich Lehrleistungen in der Biologie, Physik, Chemie und Medizin erbringt,
  • die Berufung der Leiter selbständiger Nachwuchsgruppen an außeruniversitären Forschungseinrichtungen auf W1-Professuren der Universität. Ihre Beteiligung an der Lehre im Umfang von zwei Semesterwochenstunden substituiert ebenfalls die Lehre universitärer Wissenschaftler (siehe oben),
  • neue Formen der Unterstützung universitärer Forscher durch außeruniversitäre Einrichtungen. Beispielsweise werden die Berufenen in drei laufenden Verfahren in der Biologie, Physik und Medizin zusätzlich zu ihrer Arbeitsgruppe an der Universität eine Forschungsgruppe am MPI für biophysikalische Chemie leiten, das den Großteil der Personal- und Sachkosten übernimmt. Um die Forschungsfähigkeit herausragender universitärer Wissenschaftler und damit den Aufbau von gemeinsam getragenen Forschungsinitiativen zu verbessern, wollen die außeruniversitären Forschungseinrichtungen gezielt einzelne herausragende Wissenschaftler für vier bis fünf Jahre mit ca. 150.000 Euro/Jahr unterstützen.