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Kontakt:
Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen
Elektronisches Publizieren
Platz der Göttinger Sieben 1
37073 Göttingen
Tel. +49 (0)551 / 39-91188 oder -5290
Fax +49 (0)551 / 39-2457
oa@sub.uni-goettingen.de





Verlage / Zeitschriften



Weitere Informationen

Open Access


Neue Open-Access-Leitlinie der Universität Göttingen

Die Georg-August-Universität Göttingen (einschließlich der Universitätsmedizin) hat 2016 eine neue Open-Access-Leitlinie (S. 1895 - 1896) beschlossen und "verfolgt das Ziel, die wissenschaftlichen Ergebnisse ihrer Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen möglichst breit öffentlich zugänglich und nutzbar zu machen. Open Access bereitgestellte Publikationen lassen sich ohne Zugriffsbeschränkungen nutzen. Dies befördert unmittelbar und nachhaltig Forschungs- und Innovationsprozesse in Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft. ... Mandate wie das der Europäischen Kommission und des Europäischen Forschungsrates machen die Umsetzung von Open Access für alle geförderten Projekte verbindlich. Diese Leitlinie setzt einen allgemeinen Empfehlungsrahmen für Open Access an der Universität und ergänzt die von der Universität Göttingen verabschiedete Leitlinie zu Forschungsdaten."
Die Leitlinie aus dem Jahr 2016 ersetzt die Open-Access-Resolution der Universität Göttingen von Dezember 2005.

Open-Access-Publikationsfonds der Universität Göttingen

Die Universität Göttingen hat ihre Open-Access-Strategie weiter ausgebaut und 2012 einen eigenen Publikationsfonds eingerichtet, um ihren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern das Publizieren in reinen Open-Access-Zeitschriften zu ermöglichen. Das bedeutet, dass der Artikel in einer Zeitschrift erscheint, deren Beiträge vollständig und unmittelbar mit Erscheinen über das Internet für Nutzer entgeltfrei zugänglich sind und die im jeweiligen Fach anerkannte Qualitätssicherungsverfahren anwendet. Er kommt dort zum Einsatz, wo Autorinnen und Autoren keine eigenen Publikationsmittel eingeworben haben, und wird durch das Open-Access-Förderprogramm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), den Ergänzungsfonds der Universitätsmedizin Göttingen und den Ergänzungsfonds der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen finanziert.

Open Access in den EU-Förderprogrammen

Die Europäische Kommission (EC) und der Europäische Forschungsrat (ERC) verfolgen das Ziel, eine möglichst weite Verbreitung und einen weltweiten Zugang zu den von ihnen geförderten Publikationen sicher zu stellen. Teilweise bestand bereits im 7. Rahmenprogramm (FP7) die Verpflichtung, Publikationen im Volltext frei zugänglich zu machen. Die EU verfolgt dieses Ziel konsequent weiter und hat den "FP7 post-grant Open Access Pilot" entwickelt, um Publikationen aus bereits abgeschlossenen FP7-Projekten zu finanzieren.
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Weitere Informationen zu den EU-Förderprogrammen finden Sie auf der Website des EU-Hochschulbüros:


  • Open Access (Horizon 2020)

  • FP7 post-grant Publikationsfond

  • Open Access (FP7)



  • Was ist Open Access?

    Unter Open Access versteht man das Bestreben, wissenschaftliche Literatur mit Einverständnis der Autoren und der jeweiligen Verlage kostenfrei und dauerhaft im Internet bereitzustellen, damit Interessierte die Volltexte lesen, herunterladen, verteilen, drucken und kopieren können. Für die Nutzenden sollte es keine finanziellen, rechtlichen oder technischen Barrieren außer einem Internet-Zugang geben. Die Autorinnen und Autoren behalten die Kontrolle über ihre wissenschaftliche Arbeit und haben das Recht, dass ihre Publikation angemessen anerkannt und zitiert wird. Die bessere Erreichbarkeit hat vor allem langfristig positive Effekte auf Wahrnehmung und Zitationsraten der Publikationen.

    Der Open-Access-Gedanke wird weltweit von wissenschaftlichen Förderorganisationen, Hochschulen, Fachgesellschaften, nichtkommerziellen sowie kommerziellen Verlagen und vor allem von vielen wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren getragen.

    Wie publiziere ich als Göttinger Wissenschaftler Open Access?

    Die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) hat Vereinbarungen mit den folgenden Verlagen/Zeitschriften getroffen, bei denen Sie Ihre Artikel Open Access veröffentlichen können:




    Außerdem finden Sie im Directory of Open Access Journals eine umfassende Liste von circa 3.000 OA-Zeitschriften. Die SUB wird in der Zukunft weitere bedarfsorientierte Vereinbarungen abschließen. Publikationen in den etablierten Verlagen Ihres Faches dürfen in vielen Fällen (Auskunft gibt die SHERPA/RoMEO-Liste) parallel auf dem Dokumentenserver der Hochschule bereitgestellt werden.

    Im Universitätsverlag Göttingen können seit 2003 Bücher und Zeitschriften Open Access publiziert und bei Bedarf mit hochwertigen Druckausgaben ergänzt werden.

    Was kostet mich die Open-Access-Publikation?

    Die oben genannten Vereinbarungen mit Verlagen und Zeitschriften ermöglichen Göttinger Wissenschaftlern eine Publikation ohne Belastung des eigenen Budgets. Zur Unterstützung der Finanzierung des Gesamtprojekts wird erwartet, dass bewilligte Publikationsbeihilfen aus Drittmittelprojekten an die SUB als verrechnende Stelle übertragen werden. Die parallele Bereitstellung Ihrer bereits erschienenen Artikel oder Preprints auf den Publikations- und Dokumentenservern GoeScholar und GOEDOC ist kostenfrei. Die Primärveröffentlichung im Universitätsverlag Göttingen ist mit aufwandsabhängigen Kosten verbunden. Für die in der Regel kostenfreie Erstveröffentlichung einzelner Publikationen wie Arbeitspapiere, Institutsschriften, Tagungsberichte etc. steht der GOEDOC bereit..

    Was muss ich als Autor beachten, damit ich Open Access publizieren kann?

    Beantragen Sie in Drittmittelprojekten immer Publikationsbeihilfen, um diese zur Finanzierung von Open?Access-Publikationen bereitzustellen. Die SUB vereinbart mit den Fakultäten ein geeignetes Verfahren zur einfachen Mittelübertragung.

    Wann immer Sie publizieren: Treten Sie nach Möglichkeit das Nutzungsrecht für Ihre Publikation, vor allem für die Onlinebereitstellung, nicht ausschließlich an den Verlag ab, sondern vergeben Sie einfache Nutzungsrechte. Sie können sonst unter Umständen nicht einmal Ihre eigenen Materialien wiederverwerten, geschweige denn online bereitstellen. Streichen Sie entsprechende Klauseln im Verlagsvertrag, um sich den Weg für alternative Publikationsarten offen zu halten oder sprechen Sie die Kollegen in der SUB an, um Ergänzungsklauseln in Ihren Verträgen durchzusetzen.

    Hat Open Access eine Zukunft?

    Open Access ist seit vielen Jahren eine weit verbreitete Publikationsstrategie und wird weiterhin an Bedeutung zunehmen. Die Universität Göttingen stimmt ihre Open-Access-Strategien direkt mit der Max-Planck-Gesellschaft und anderen zukunftsorientierten Hochschulen ab. Die Hochschulrektorenkonferenz, der Wissenschaftsrat, die Kultusministerkonferenz, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und die Europäische Kommission unterstützen diese Publikationsform mit zunehmendem Nachdruck.