Institut für Diversitätsforschung

Institut für Diversitätsforschung

Willkommen auf den Seiten des Instituts für Diversitätsforschung

Das Institut für Diversitätsforschung beschäftigt sich mit Diversifizierungsprozessen und ihren Folgen: Dabei geht es darum, die Forschung über Diversität und Diversifizierungsprozesse theoretisch wie empirisch-praktisch voranzutreiben und so einen Beitrag zu einer Theorie der Diversität zu leisten. Ein besonderer Fokus liegt auf der Ebene der Organisationen. So soll auch die Georg-August-Universität Göttingen bei der Implementierung eines forschungsorientierten und -basierten Diversity-Management-Konzepts beraten werden.

Seit einiger Zeit werden in den Sozialwissenschaften fundamentale gesellschaftliche Wandlungsprozesse beobachtet: neben einer fortschreitenden Digitalisierung der Informationstechnologien ist u.a. die Rede von der Globalisierung der Wirtschaftsströme, zunehmenden Individualisierungsprozessen wie auch einer Transnationalisierung der Lebenswelten. Diese Prozesse werden zwar unterschiedlich bewertet, weitgehender Konsens besteht aber darüber, dass sie tiefgreifende Diversifizierungsprozesse implizieren, mit deren Folgen moderne, ausdifferenzierte Gesellschaften auf unterschiedlichen Ebenen konfrontiert sind.


Vor fünf Jahren: Eröffnungsfeier des Instituts für Diversitätsforschung

Am 14. November 2013 wurde das Institut für Diversitätsforschung feierlich eröffnet. Das Video dazu - mit Grußworten von Universitätspräsidentin Prof. Dr. Beisiegel, dem damaligen Dekan Prof. Dr. Reese-Schäfer und Prof. Dr. Steven Vertovec vom MPI-MMG, mit einem Vortrag von Prof. Dr. Michael Hartmann und mit einer Podiumsdiskussion - ist hier nachzusehen:

Weitere Informationen zum Institutsjubiläum werden bald veröffentlicht.


Ergebnisse der Studie „Jugendarbeit im Que(e)rschnitt“ erschienen

Quuere Jugendstudie

Das Projekt „Jugendarbeit im Que(e)rschnitt – Eine multimethodische queere Jugendstudie“, in dem das Institut für Diversitätsforschung mit dem Landesjugendring Niedersachsen zusammenarbeitete, ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die Studie zeigt, dass queere Jugendliche auch heute noch in einer stark heteronormativ geprägten Gesellschaft aufwachsen und die Entwicklung ihres Selbstkonzeptes und Lebensentwurfes daher für sie herausfordernder ist, als für heterosexuelle und/oder cisgeschlechtliche Altersgenoss*innen. In 18 Interviews mit queeren Jugendlichen und zwei Gruppendiskussionen mit Haupt- und Ehrenamtlichen der Jugendarbeit wurde deutlich, dass es bereits gut funktionierende Ansätze in der „konventionellen“ und besonders in der „queeren“ Jugendarbeit gibt, die wichtige Schutz- und Erfahrungsräume bieten. Gleichzeitig zeigt das Projekt auch auf, inwieweit sich queere Jugendliche mit ihren spezifischen Bedürfnissen und Herausforderungen in der Jugendarbeit nicht wahrgenommen, angesprochen oder wertgeschätzt fühlen.

Die Ergebnisse der Studie wurden am 3.9.2018 im Rahmen eines Fachtages in Hannover präsentiert (Pressemitteilung). Sie sind auf den Seiten des Projekts „nextqueer“ zum Download verfügbar.